KOMPASS | Ausgabe 1/2026
Rechteck Pfeil 2026Ziffer
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Aktuelles aus unserem Landesverband und den Bezirksstellen


Parlamentarischer Abend von Verband und Kammer

A m 25. Februar 2026 richteten die Steuerberaterkammer sowie der Steuerberaterverband Schleswig-Holstein ihren traditionellen parlamentarischen Abend aus.

Es versammelten sich zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter des Landesparlaments und der Ministerien im Weintresor des „Atlantic Hotel” in Kiel. Unter den Gästen befanden sich neben vielen Abgeordneten auch die Landtagsvizepräsidentinnen Annabell Krämer und Beate Raudies sowie Landtagsvizepräsident Peter Lehnert. Die Finanzministerin des Landes, Dr. Silke Schneider, durften die Veranstalter ebenfalls begrüßen.

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Michael Deckmann, Lars-Michael Lanbin, Finanzministerin
Dr. Silke Schneider, Peter Lehnert, Boris Kurczinski
und Stephan Ramm (v. l.)

Mit Nachdruck appellierten Steuerberaterkammer und Steuerberaterverband an die Regierungsvertreter über ihr Votum im Bundesrat, das aktuell infrage gestellte Fremdbesitzverbot bei Berufsausübungsgesellschaften konsequent zu stärken und Umgehungskonstruktionen effektiv zu unterbinden. Steuerberater wollen auch zukünftig im Interesse der Menschen und nicht im Interesse der Renditeerwartungen von internationalen Finanzinvestoren handeln.

Inka von Puttkamer, Fregattenkapitän (OF-4) und Kommandeurin des 3. Minengeschwaders der Bundeswehr, hielt aus aktuellem Anlass ein hochinteressantes Impulsreferat zum Thema „Die sicherheitspolitische Lage auf der Ostsee aus Sicht eines taktischen Marineverbandes”.

Es gab also genug Gesprächsstoff für einen rundum gelungenen Abend, geprägt von anregenden Gesprächen und einem intensiven Austausch. YK











Berufsbild trifft Nachwuchs:

Steuerberater und Wirtschaftsprüfer an der Hochschule Flensburg



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Christian Menzel (Kanzlei EEP Flensburg),
Marina Gottschalk (Kanzlei BVF Flensburg) und Jan Keirat (burgenta) (v. l.)

A m 25.11.2025 fand an der Hochschule Flensburg erneut eine praxisorientierte Informationsveranstaltung statt, die Studierende mit den steuerberatenden und wirtschaftsprüfenden Berufen zusammenbrachte. Als Vertreter des Steuerberaterverbandes Schleswig-Holstein e. V. besuchten Marina Gottschalk, Christian Menzel und Jan Keirat die Hochschule, um das Berufsbild vorzustellen und das Interesse der Studierenden an Steuern, Wirtschaftsprüfung und modernen Beratungstätigkeiten zu stärken.

Berufsbild im Wandel: Praxisnähe, Karrierewege und neue Technologien
Zu Beginn boten die Referierenden einen umfassenden Einblick in ihren Arbeitsalltag. Marina Gottschalk und Jan Keirat zeigten die hohe Bandbreite des steuerberatenden Berufs – von der laufenden Betreuung mittelständischer Unternehmen bis zur Begleitung komplexer Unternehmensnachfolgen. Sie erläuterten, wie digitale Prozesse die Arbeit effizienter machen und wie moderne Tools heute die tägliche Beratung unterstützen.

Ein zentrales Thema war in diesem Jahr der zunehmende Einfluss von künstlicher Intelligenz (KI) auf die Berufspraxis. Die Referierenden verdeutlichten, dass KI die Arbeit nicht ersetzt, sondern zu einer wertvollen Assistenz wird, die Daten analysiert, Routineprozesse automatisiert und neue Beratungspotenziale eröffnet. Dadurch steigt nicht nur die Qualität der Beratung, sondern auch die Attraktivität des Berufs für den Nachwuchs.

Christian Menzel ergänzte den Blick auf die Wirtschaftsprüfung und beschrieb die anspruchsvolle Verbindung aus betriebswirtschaftlichem Verständnis, rechtlichen Fragestellungen und digital gestützten Prüfungsprozessen. Präzision, analytische Fähigkeiten und Verantwortungsbewusstsein bleiben zentrale Kompetenzen – unterstützt durch moderne Technologien, aber weiterhin unverzichtbar menschlich geprägt.

Dialog auf Augenhöhe: Fragen, Einblicke und persönliche Erfahrungen
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand der direkte Austausch mit den Studierenden. Die Fragen reichten von Karrierechancen über Spezialisierungswege bis hin zur praktischen Zusammenarbeit in einer digital geprägten Kanzleiwelt. Viele Studierende zeigten sich überrascht, wie abwechslungsreich und gestaltbar die Tätigkeitsfelder sind.

Besonders hervorgehoben wurde, dass der Berufsstand trotz – und gerade wegen – Digitalisierung, Fachkräftemangel und internationaler Entwicklungen hervorragende Zukunftsaussichten bietet. Die steuerberatenden und wirtschaftsprüfenden Berufe gelten als stabile Säule der Wirtschaft und leisten einen wichtigen Beitrag zur Rechtssicherheit, Unternehmensentwicklung und Innovationsfähigkeit.

Nachwuchsförderung als strategischer Schwerpunkt
Ein zentrales Anliegen des Verbandes bleibt die frühzeitige Ansprache von Nachwuchskräften. Die Veranstaltung zeigte einmal mehr, wie wertvoll authentische Einblicke und persönliche Gespräche für die Berufsorientierung sind. Die Teilnehmenden erhielten einen klaren Eindruck davon, welche Wege vom Studium bis zur eigenen Kanzlei möglich sind und welche Chancen die Branche jungen Talenten bietet.

Die Referierenden machten deutlich, dass der Berufsstand nicht nur fachliche Expertise vermittelt, sondern auch Raum für individuelle Entwicklung und unternehmerisches Handeln eröffnet. Zudem wurde betont, dass die Integration von KI und digitalen Tools neue Rollenbilder schafft und damit weiteren Spielraum für Spezialisierungen bietet.

Fazit: Ein erfolgreicher Impuls für die Zukunft des Berufsstands
Der erneute Besuch an der Hochschule Flensburg war ein großer Gewinn für alle Beteiligten. Die Studierenden erhielten einen fundierten und zugleich zukunftsorientierten Einblick in die Berufsbilder Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung. Ein besonderer Dank gilt Frau Prof. Dr. Iren Dreyer, die ihre Vorlesung für diese Veranstaltung zur Verfügung stellte.

Die Veranstaltung unterstreicht die Bedeutung kontinuierlicher Nachwuchsarbeit und zeigt, wie wichtig es ist, junge Menschen für die Zukunftsthemen Steuern, Wirtschaftsprüfung und digitale Beratung zu begeistern. Der Berufsstand blickt trotz technologischer Veränderungen weiterhin auf stabile und attraktive Perspektiven – mit hohen Entwicklungschancen und einem starken gesellschaftlichen Auftrag.

Kontakt:
Jan Keirat
+49 461 406876 0
Jan.keirat@burgenta.de
Vorsitzender der Bezirksstelle Flensburg

Jan Keirat, Flensburg




Neue Mitglieder im Verband:

Neue Mitglieder - Tabelle

Wir heißen die Kolleginnen und die Kollegen herzlich willkommen und freuen uns über ihren Beitritt zu unserem Verband.













Steuerfachwirtkurs 2026




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Ziel des Lehrgangs ist Ihre perfekte Vorbereitung auf die Steuerfachwirtprüfung vor der Steuerberaterkammer Schleswig-Holstein.

Warum Steuerfachwirt werden?
Das Steuerrecht entwickelt sich ständig weiter – qualifizierte Fachkräfte sind gefragter denn je. Mit der Fortbildung vertiefen Sie Ihr Fachwissen, erweitern Ihre Kompetenzen und schaffen die Basis für langfristigen beruflichen Erfolg.

Bringen Sie Ihre Karriere auf das nächste Level: Der berufsbegleitende Steuerfachwirtkurs bereitet Sie strukturiert, praxisnah und prüfungsorientiert vor.

Was erwartet Sie?
Ein engagiertes Dozententeam mit fundiertem Fachunterricht, intensives Klausurtraining, Probeklausuren sowie ein kompakter Vertiefungsunterricht kurz vor der schriftlichen Prüfung. Zusätzlich werden Sie gezielt auf die mündliche Prüfung vorbereitet – inklusive Simulation realer Prüfungssituationen.

Ihre Vorteile
• Klare Struktur und hoher Praxisbezug
• Intensive Prüfungsvorbereitung
• Austausch mit Teilnehmer/-innen im Präsenzunterricht

Ihre Karrierechancen
Mit der Fortbildung zum Steuerfachwirt können Sie schneller mehr erreichen. Sie benötigen insgesamt nur noch sechs Jahre praktische Tätigkeit, um dann die Steuerberaterprüfung abzulegen.

Förderung
Unser Steuerfachwirtkurs ist nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (Aufstiegs-BAföG) förderfähig. Informationen erhalten Sie über die Investitionsbank Schleswig-Holstein.

Was sollten Sie mitbringen?

Prinzipiell kann jeder die Prüfung zum Steuerfachwirt ablegen, der die nötige berufliche Erfahrung hat. Im Einzelnen heißt das:

• Für ausgebildete Steuerfachangestellte: Prüfungszulassung nach drei Jahren Tätigkeit im steuerberatenden oder wirtschaftsprüfenden Umfeld

• Für kaufmännische oder juristische Ausbildungen (gleichwertig): Fünf Jahre Berufserfahrung im Steuer- und Rechnungswesen, davon mindestens drei Jahre in einem steuerberatenden oder wirtschaftsprüfenden Beruf

• Andere Bewerber*innen Acht Jahre Tätigkeit im Steuer- und Rechnungswesen, davon mindestens fünf Jahre im steuerberatenden oder wirtschaftsprüfenden Bereich

In diesen Bereichen werden Sie geprüft:

• Abgabenordnung
• Ertragsteuern
• Erbschaft- und Schenkungsteuer, Bewertungsgesetz
• Buchführung & Rechnungslegung
• Betriebswirtschaft
• Wirtschafts- und Steuerberatungsrecht
• Kanzleiorganisation, Kommunikation, Führung

Unser Steuerfachwirtkurs ist praxisnah konzipiert. Unsere erfahrenen Dozenten begleiten Sie persönlich und engagiert bis zu Ihrer Prüfung.



Organisation & Kontakt:

BildungsInstitut des steuerberatenden Berufs in SH
Willy-Brandt-Ufer 10, 24143 Kiel
Ansprechpartnerin: Friederike Glaser

Tel.: 04 31/9 97 97-16
E-Mail: f.glaser@stbvsh.de
www.stbvsh.de



Steuerberatung im Wandel:

Nachwuchsgewinnung im Fokus auf der Berufsausbildungsmesse 2026 in Flensburg

Der Fachkräftemangel bleibt eine der größten Herausforderungen für die Steuerberaterbranche. Umso wichtiger ist die gezielte Ansprache junger Menschen. Auf der Berufsausbildungsmesse der HLA Flensburg am 28.01.2026 nutzte der Steuerberaterverband Schleswig-Holstein erneut die Gelegenheit, um Schülerinnen und Schüler für eine Ausbildung oder ein duales Studium in der Steuerberatung zu begeistern.

Hohes Besucherinteresse und konkrete Fragen

Die Messe war auch in diesem Jahr sehr gut besucht. Viele Schülerinnen und Schüler informierten sich gezielt über den Ausbildungsberuf des Steuerfachangestellten sowie über duale Studienmodelle. Auffällig war das gestiegene Interesse an modernen Arbeitsweisen, digitalen Prozessen und langfristigen Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb der Kanzleien.

Künstliche Intelligenz als zentrales Gesprächsthema

Ein klarer Schwerpunkt der Gespräche lag 2026 auf dem Einsatz von künstlicher Intelligenz in der Steuerberatung. Viele Jugendliche wollten wissen, wie KI Buchhaltung, Jahresabschlüsse und Steuererklärungen verändert und welche Kompetenzen künftig gefragt sind. Die Kanzleien nutzten diese Fragen, um zu zeigen, dass Steuerberatung ein hochdigitalisierter, zukunftsorientierter Beruf mit spannenden technologischen Perspektiven ist.

Persönlicher Austausch bleibt entscheidend

Die direkte Ansprache auf der Messe erwies sich erneut als wirkungsvolles Instrument der Nachwuchsgewinnung. Steuerberater präsentierten sich bewusst als moderne Arbeitgeber, die flexible Arbeitsmodelle, digitale Tools und strukturierte Weiterbildung bieten. Ziel war es, ein realistisches und zugleich attraktives Bild des Berufsalltags zu vermitteln.

Engagement für die Zukunft der Branche

Der Steuerberaterverband Schleswig-Holstein unterstützte die Messe aktiv mit Informationsangeboten und praxisnahen Einblicken in das Berufsbild.

Die Branche der steuerberatenden Berufe muss auch künftig eine starke Präsenz bei Berufsmessen haben und zeigen, dass viele Kanzleien bereit sind, frühzeitig in Nachwuchsförderung zu investieren und den Wandel aktiv mitzugestalten.

Fazit: Gute Chancen für Nachwuchskräfte

ie Berufsausbildungsmesse 2026 zeigte deutlich, dass die Steuerberatung für junge Menschen attraktive Karrierechancen bietet – insbesondere durch Digitalisierung und den zunehmenden Einsatz von KI. Kanzleien, die offen kommunizieren und früh den Kontakt suchen, stärken nicht nur ihre eigene Zukunft, sondern die der gesamten Branche. Jan Keirat, Flensburg



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Christian Menzel und Julia Schlögl (beide EEP) (v. l.)


        



Beitragsbilder

Daniel Zuschlag (burgenta), Jamie Ludwigs (dantax) Gyde Gottburg (burgenta) (v. l.)






















Präsident und Hauptgeschäftsführerin zu Gast auf dem Neujahrsempfang der norddeutschen Wirtschaft

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Michael Thomas Fröhlich, Dr. Philipp Murmann, Ministerpräsident Daniel Günther, Dr. Yvonne Kellersohn und Lars-Michael Lanbin (v. l.)

M it einer Rekordbeteiligung von rund 650 geladenen Gästen aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens startete am gestrigen Abend der traditionelle UVNord-Neujahrsempfang im „Atlantic Hotel”. Hauptredner der Veranstaltung waren Daniel Günther, der Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein, und Dr. Peter Tschentscher, der Erste Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, die zum Thema „Zur Perspektive Hamburgs und Schleswig-Holsteins in Deutschland und Europa” sprachen.

UVNord-Präsident Dr. Philipp Murmann ging mit deutlichen Worten auf die aktuellen wirtschaftspolitischen Herausforderungen ein:
„Wir müssen Deutschland wieder in Fahrt bringen. Wir sind geprägt von Jahrzehnten, in denen es gut für uns lief: Wohlstand, Stabilität, Frieden, billige Energie. Eine prosperierende Wirtschaft, die immer neues Geld in die Staatskasse spülte. Wir konnten es uns damit lange sehr bequem machen. Aber es ist wie bei jeder Art von Konsum: Die Freude darüber verblasst schnell. Jetzt müssen wir uns umgewöhnen. Das fällt nicht leicht.

Besonders schwierig sind Reformen in einem Superwahljahr mit fünf Landtagswahlen und Kommunalwahlen in drei Bundesländern. Und schon der bisherige Reformeifer in Berlin lässt noch deutlich zu wünschen übrig. Wie so oft in den vergangenen 15 Jahren haben wir es mit einem Umsetzungsproblem zu tun, nicht mit einem Erkenntnisproblem. Unsere größten Baustellen sind und bleiben: die Arbeitskosten, die Energiekosten, die Bürokratielasten, der Sozialstaat, die Steuerlasten und grundsätzlich die politischen Unberechenbarkeiten, denen sich die Wirtschaft ständig gegenübersieht.

Zwar hat dies auch die Koalition in Berlin erkannt, doch bei Themen wie eine höhere Erbschaftsteuer auf betriebliche Vermögen, ein neues Tariftreugesetz oder ein Entgelttransparenzgesetz kommt man gleich wieder vom richtigen Kurs ab und beschleunigt die Deindustrialisierung. Also Finger weg davon und keine weiteren Belastungen! YK




















Künstliche Intelligenz in der Steuerberatung – Zukunft verstehen, Netzwerk aufbauen

A m 17.02.2026 fand das erste Treffen der „Gruppe der jungen Steuerberater/-innen” statt. Als Referent war der Vizepräsident des Steuerberaterverbandes Bremen, Michael Tiedt, extra zu uns in den Norden angereist.

Unter dem Motto „Künstliche Intelligenz in der Steuerberatung – Zukunft verstehen, Netzwerk aufbauen” ging es darum, wie KI die Steuerberatung neu definiert.

Künstliche Intelligenz verändert die Steuerberatung grundlegend, indem sie von einer tätigkeitsorientierten Dienstleistung hin zu einer beratungsorientierten, strategischen Partnerschaft führt. KI automatisiert monotone Routineaufgaben, erhöht die Effizienz und verändert die Anforderungen an Steuerberater grundlegend.

Nach all den Zukunftsthemen gab es genug Gesprächsstoff für das gemeinsame Abendessen. YK


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Referent Michael Tiedt wurde tierisch begrüßt.
        
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Volles Haus beim Vortrag






























Kieler Steuerfachtagung am 05.03.2026

Mehr Gestaltung. Mehr Sicherheit. Mehr Kompetenz.


Neue Mitglieder - Tabelle

Dr. Yvonne Kellersohn, Matthias Weidmann, Dr. Markus Wollweber, Finanzministerin Dr. Silke Schneider, Lars-Michael Lanbin und Prof. Dr. Burkhard Binnewies (v. l.)

A m 05.03.2026 fand im „Atlantic Hotel” erneut unsere Kieler Steuerfachtagung statt. 160 Kolleginnen und Kollegen folgten den hochkarätigen Referenten Prof. Dr. Burkhard Binnewies, Dr. Markus Wollweber und Dipl.-Kfm. Matthias Weidmann während ihrer Vorträge. Präsident Lars-Michael Lanbin freute sich, hochrangige Ehrengäste aus Wirtschaft, Verwaltung und Politik begrüßen zu können. Die Finanzministerin des Landes, Dr. Silke Schneider, überbrachte das Grußwort der Landesregierung.

Dadurch dass die Referenten den ganzen Tag anwesend waren, ergab sich eine lebhafte Diskussion der Referenten und eine Interaktion mit dem Publikum. Die Tagung stellt eine gute Möglichkeit dar, sich auszutauschen und das eigene Netzwerk zu erweitern.

Save-the-Date: Die nächste Veranstaltung findet am 11.03.2027 statt. YK














Jahresempfang 2026 des LFB Schleswig-Holstein e. V.


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Dr. Philipp Murmann, Lars-Michael Lanbin und Dr. Olaf Tauras (v. l.)

D er Landesverband der Freien Berufe in Schleswig-Holstein e. V. hatte für den 26.02.2026 wieder zum alljährlichen Jahresempfang nach Kiel geladen. Rund 50 Vertreter/-innen aus Politik, Wirtschaft und den Freien Berufen waren dieser Einladung gefolgt. Neben Staatssekretär Dr. Olaf Tauras aus dem Ministerium für Justiz und Gesundheit und Dr. Philipp Murmann, Präsident der Vereinigung der Unternehmensverbände in Hamburg und Schleswig-Holstein e. V. (UVNord), waren auch Staatssekretärin Birgit Heß (Ministerium für Justiz und Gesundheit) und verschiedene Abgeordnete des Landtages Gäste des Abends.

In seiner Begrüßung sprach Lars-Michael Lanbin, Präsident des Landesverbandes, im Schwerpunkt die Sorgen und Nöte im Gesundheitswesen an: „Die Finanzierungskrise der gesetzlichen Krankenversicherung, verursacht durch die Alterung der Gesellschaft und einer gleichzeitig schrumpfenden Erwerbsbasis, erzwingt grundlegende Reformen ohne Denkverbote. Fehlender Nachwuchs in den Freien Berufen, fehlende Anpassungen der Gebührenverordnungen und überbordende Bürokratie gefährden die Gesundheitsversorgung in der Fläche”, so Lanbin.

Die Aufweichung des Fremdbesitzverbotes in den Freien Berufen durch gewerblich orientierte Investmentgesellschaften führe zusätzlich zu einer Aushöhlung der Gemeinwohlverpflichtung der Freien Berufe. Der Verbraucherschutz verliere an Bedeutung. Hier sei die Politik gefordert, gesetzliche Regelungen zu verbessern. Weiterhin ging Lanbin auf die Transformation der gesamten Gesellschaft durch die geopolitischen und demografischen Entwicklungen ein: „Wir erleben, dass sich eine Politikverdrossenheit breitmacht und wir alle müssen aufpassen, dass daraus keine Demokratieverdrossenheit wird. Das ist die Gemengelage, die Wähler scharenweise in die Arme populistischer Parteien treibt. Hier ist die Koalition in Berlin gefordert, mit grundlegenden Reformen Vertrauen zurückzugewinnen.”

Die Grußworte der Landesregierung überbrachte Dr. Olaf Tauras, Staatssekretär des Ministeriums für Justiz und Gesundheit des Landes Schleswig-Holstein. „Der parlamentarische Abend präsentiert ein geballtes berufliches Spektrum und einen Erfahrungsschatz, der so vielfältig und so vielschichtig ist wie kaum ein anderer. Es ist der Erfahrungsschatz derer, die in nahezu jedem Lebensbereich in unserem Land Verantwortung übernehmen. Sei es in der Landschaftsarchitektur oder im Notariat, in der Ergotherapie oder der Restaurierung: Menschen, die in diesen oder unzähligen anderen Bereichen arbeiten, wissen ihre Interessen durch den Landesverband der Freien Berufe umfassend vertreten. Denn ihr Verband vereint eine Fülle an fachlicher Kompetenz und Exzellenz. Als Dachverband geben Sie mehr als 20 Mitgliedsorganisationen, in denen sich Freiberufler organisiert haben, eine Stimme. Vielen Dank für den wertvollen Austausch, den ich als Staatssekretär im Gesundheitsressort insbesondere in Bezug auf die Freien heilkundlichen Berufe sehr schätze”, so Tauras.

Lanbin freute sich zudem sehr, dass er den Präsidenten des UVNord, Dr. Philipp Murmann, begrüßen durfte. Murman betonte: „Unternehmertum braucht Freiheit. Das bedeutet: weniger Regulierung, weniger Auflagen, mehr Vertrauen, gerade auch auf den Marktmechanismus. Was wir brauchen, ist eine von Tatkraft und Optimismus getragene Ermöglichungskultur, die ihren Namen wirklich verdient. Mit über alle verträglichen Maße hinausgehender Bürokratie auf der einen Seite und sträflicher Vernachlässigung von Investitionen auf der anderen Seite droht die Wirtschaft erdrückt zu werden. Das Problem haben Teile der Politik längst erkannt, und unter dem Stichwort Bürokratieabbau versammeln sich mittlerweile fast alle, die Wahlen gewinnen möchten. Auch Investitionen werden gerne gefordert, aber die sozialstaatlichen Leistungen auf den Prüfstand zu stellen, da traut sich die Politik immer noch nicht ran. Lassen Sie uns als Wirtschaft dafür eintreten, dass wir mit Mut zu mehr Freiheit in Wirtschaft und Gesellschaft wieder diejenigen Kräfte voranbringen, die unser Land stark gemacht haben!”

Die interessanten Impulse sorgten im Verlauf des Abends für angeregte Diskussionen. YK











Einführung des neuen Vorstehers des Finanzamtes Flensburg


Festakt in der Bürgerhalle des Rathauses Flensburg

I n der Bürgerhalle des Rathauses Flensburg fand der feierliche Einführungstermin des neuen Vorstehers des Finanzamtes Flensburg, Herrn Christian Schulz, statt. Zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung und Steuerberaterverband sowie Steuerberaterkammer nahmen an der Veranstaltung teil und unterstrichen damit die besondere Bedeutung dieses Amtes.

Als Vertreter des Steuerberaterverbandes Schleswig-Holstein hat Herr Jan Keirat Grußworte im Rahmen des Festakts überbracht.

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Jan Keirat und Christian Schulz
        





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Jan Keirat



Hochrangige Gäste aus Politik und Verwaltung
Zu den Ehrengästen zählten u. a. Dr. Silke Schneider, die Finanzministerin des Landes Schleswig-Holstein, sowie Dr. Fabian Geyer, der Oberbürgermeister der Stadt Flensburg. Darüber hinaus waren zahlreiche Amtsleitungen aus der Finanzverwaltung des Landes Schleswig-Holstein, zahlreiche Finanzbeamte des Finanzamtes Flensburgs sowie weitere geladene Gäste anwesend.

Die starke Präsenz hochrangiger Vertreter machte deutlich, welchen Stellenwert die Leitung eines Finanzamtes heute einnimmt – sowohl für die ordnungsgemäße Umsetzung steuerlicher Vorgaben als auch für das Zusammenspiel von Verwaltung, Wirtschaft und beratenden Berufen.

Würdigung der neuen Aufgabe
In den Grußworten wurde die Verantwortung hervorgehoben, die mit der Leitung eines Finanzamtes verbunden ist. Dabei stand nicht nur die klassische Verwaltungsfunktion im Fokus, sondern insbesondere die Rolle des Finanzamtes innerhalb eines zunehmend komplexen Steuersystems.

Mehrfach betonten die Rednerinnen und Redner, dass sich die Steuerverwaltung aktuell in einem tiefgreifenden Wandel befindet. Digitalisierung, Fachkräftemangel, steigende Fallzahlen und wachsende Erwartungen von Bürgerinnen, Bürgern und Unternehmen prägen den Arbeitsalltag in den Finanzämtern. Diese Herausforderungen erfordern klare Strukturen, verlässliche Prozesse und eine offene Führungskultur.

Gemeinsame Herausforderungen für Verwaltung und Steuerberatung
Auch die Zusammenarbeit zwischen Finanzverwaltung und steuerberatenden Berufen wurde thematisiert. In Zeiten zunehmender Komplexität lassen sich effiziente Verfahren, Rechtssicherheit und Akzeptanz des Steuersystems nur durch einen konstruktiven Dialog erreichen. Gegenseitiges Verständnis für die jeweilige Arbeitsrealität bildet dabei die Grundlage für praktikable Lösungen im Interesse der Steuerpflichtigen.

Die Veranstaltung machte deutlich, dass Verwaltung und Beraterschaft vor ähnlichen strukturellen Herausforderungen stehen und diese nur gemeinsam bewältigen können. Gerade auf regionaler Ebene kommt der persönlichen Kommunikation eine besondere Bedeutung zu.

Würdiger Rahmen im Herzen der Stadt
Die Bürgerhalle des Rathauses Flensburg bot einen angemessenen und repräsentativen Rahmen für den Einführungstermin. Der historische Ort verlieh der Veranstaltung eine besondere Atmosphäre und unterstrich die enge Verbindung zwischen Finanzverwaltung, Stadt und Region.

Ausblick
Mit der Einführung des neuen Vorstehers beginnt für das Finanzamt Flensburg ein neues Kapitel. Die anstehenden Aufgaben sind anspruchsvoll, bieten jedoch zugleich die Chance, Verwaltungsprozesse weiterzuentwickeln, die Zusammenarbeit mit den steuerberatenden Berufen zu stärken und den Wandel aktiv zu gestalten.

Die Veranstaltung setzte dafür ein klares Zeichen: Verantwortung, Dialogbereitschaft und gemeinsame Lösungsorientierung bleiben zentrale Erfolgsfaktoren für eine leistungsfähige Steuerverwaltung in Schleswig-Holstein. Jan Keirat